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Folsäuremangel

Folsäuremangel: Symptome, Ursachen & Gegenmittel | Tipps & Tricks

Folsäuremangel: Ein Volksleiden, das wahrscheinlich Demenz, Alzheimer und Depressionen mitverursacht.

Was ist Folsäure? In welchen Lebensmitteln kommt Folsäure vor? Welche Aufgaben übernimmt sie im Körper?

Mehr dazu erfährt man hier.


Hinweis: Achtsamkeit und Gesundheit

Wer sich krank fühlt und die Behandlung ändern möchte:

Vorher mindestens eine achtsame Ärztin, Apothekerin oder Heilpraktikerin um Rat fragen.

Grüne Blätter
Der Name „Fol“-Säure kommt vom lateinischen „Folium“ für Blatt, da der Stoff zuerst in Blattgrün gefunden wurde.

Folsäuremangel Verbreitung

In Deutschland sind rund 90% der Frauen und 80% der Männer betroffen.

Mit zunehmendem Alter steigen diese Werte weiter.

Kennen Sie jemanden, der unter Demenz, Depression oder Alzheimer leidet?

Folsäuremangel könnte daran beteiligt sein.

Was ist Folsäure?

Der Name Folsäure stammt vom lateinisch „Folium“ für Blatt.

(Weitere Namen sind: Vitamin B9, Vitamin B11, Vitamin M, Folat, Pteroylglutamat, Pteroyl-mono-glutaminsäure.)

Fehlt dem Körper Folsäure, kommt es zur Blutarmut (Anämie).

Mehl
In den USA wird Mehl mit Folsäure angereichert, um einem Mangel vorzubeugen. In der EU ist das bisher nicht üblich.

Bei werdenden Müttern kann durch Folsäuremangel das ungeborene Kind geschädigt werden.

Es kommt dann zu sogenannten Neuralrohrdefekten.

In den USA wird deshalb Mehl mit Folsäure angereichert, was in der EU noch nicht der Fall ist.

Außerdem übernimmt Folsäure im ganzen Körper viele wichtige Funktionen, besonders im Gehirn.

Folsäuremangel begünstigt wahrscheinlich Krankheiten des Gehirns, z.B.:

  • Alzheimer
  • Demenz
  • Depressionen
  • Schlaganfall.

Daher ist es besonders wichtig, sich mit dem Thema näher zu befassen.

Folsäuremangel kann man durch eine Blutuntersuchung feststellen lassen.

Schwangere
Während der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Folsäure?

Der Bedarf hängt von individuellen Faktoren ab wie: Alter, Aktivität und Gesundheit.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht von einem Tagesbedarf von mindestens 400 Mikrogramm (µg) aus.

Die meisten Erwachsenen nehmen jedoch täglich weniger als 300 Mikrogramm zu sich.

Da der Stoff im Körper rasch verbraucht wird, kommt es zu Mangelerscheinungen.

Gehirngesundheit
Folsäure ist wichtig für die Gesundheit des Gehirns.

 

Welche Aufgaben hat Folsäure?

Folsäure ist an lebenswichtigen Prozessen im Körper beteiligt, z.B.:

  • Bildung der Blutzellen (Erhalt des Blutzellbestands)
  • Fördert Zellteilung und Zellerneuerung
  • Wachstums- und Heilungsprozesse
  • Fruchtbarkeit
  • Erbsubstanzaufbau (DNA Genese)
  • Verhindert Gefäßverstopfungen
  • Senkt das Schlaganfall-Risiko
  • Senkt das Alzheimer-Risiko
  • Verbessert die Gehirngesundheit

  • Senkt zusammen mit dem Vitamin B12 den Homocysteinspiegel. (Homocystein schädigt die Blutgefäße und wird daher mit der Entstehung von Demenz, Alzheimer und Depressionen in Verbindung gebracht.)

Brokkoli
Tipp: Linsen-Gemüse-Eintopf! Auch Brokkoli und Linsen enthalten viel Folsäure.

Folsäuremangel: Symptome, erste Anzeichen & Auswirkungen

Ein Folsäuremangel schädigt das Blut, die Zellen und die Entwicklung der DNA.

Daher sind die Symptome sehr vielfältig.

Es ist selbst für Ärztinnen und Ärzte oft schwer zu erkennen, das Folsäuremangel vorliegt und die wahre Ursache für eine Erkrankung ist.

Am besten dokumentiert ist die Auswirkung auf die Entwicklung des Embryos im Mutterleib.

Leidet eine Schwangere unter Folsäuremangel, treten bei Neugeborenen häufiger Neuralrohrdefekte auf, z.B. ein offener Rücken (Spina Bifada).

Folsäure spielt bei der Blutbildung eine besondere Rolle.

Daher führt ein Mangel zur Blutarmut, mit den Symptomen:

  • Müdigkeit

  • Schnelle Erschöpfung

  • Leistungsabfall

  • Konzentrationsschwäche

  • Blässe

  • Gerötete Zunge

  • Schwache Immunabwehr

Weintrauben
Tipp: Süße Folsäure-Nachspeise Trauben! Auch Weintrauben sind reich an Folsäure.

In schlimmen Fällen kann es zu Herzrhythmusstörungen und Atemnot kommen.

Außerdem kommt es manchmal zu Appetitlosigkeit, was zu Gewichtsverlust führt.

Auch depressive Verstimmungen können durch einen Mangel an Folsäure ausgelöst werden.

Bei Kindern und Jugendlichen kann lang anhaltender Folsäuremangel zu Wachstumsstörungen bis hin zu Kleinwüchsigkeit führen.

Bei Männern und Frauen wirkt sich Folsäure auf die Fruchtbarkeit aus.

Folsäuremangel kann zur völligen Unfruchtbarkeit führen.

Immer mehr Studien deuten darauf hin, dass schwere Erkrankungen des Gehirns mit Folsäuremangel in Verbindung stehen.

Was sind die Ursachen?

Einseitige Ernährung

Ein häufiger Grund ist eine unausgewogene einseitige Ernährung. Vor allem wenn wenig Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen, steigt das Risiko zu wenig Folat aufzunehmen.

Auch der Konsum von Alkohol und Zigaretten kann sich negativ auswirken.

Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit erhöht sich der Bedarf.

Für Schwangere und Stillende sollte die tägliche Zufuhr rund 600 Mikrogramm betragen.

Auch chronischer Eisenmangel kann einen Folsäuremangel hervorrufen.

Alte Menschen
Ältere Menschen leiden mit hoher Wahrscheinlichkeit an Folsäuremangel und sollten regelmäßig ihre Blutwerte überprüfen lassen.

Nebenwirkung von Medikamenten

Folgende Medikamente können einen Mangel an Folsäure verursachen:

  • Antibiotika
  • Entwässerungstabletten (Diuretika)
  • Aspirin
  • Rheumamittel (z.B. Methotrexat)
  • Krebsmedikamente

  • Die Pille

Krankheiten als Ursache

Diese Krankheiten und Therapien können einen Folsäuremangel auslösen:

  • Dünndarmerkrankungen
  • Lebererkrankungen
  • Bestrahlungstherapie
  • Infekte
  • Fieber
  • Operationen
  • Schwere Verdauungsstörungen (z.B. Glutenunverträglichkeit / Zöliakie)
  • Schilddrüsenüberfunktion
Weizengras
Tipp: Morgens einen Weizengras Drink! Getreidekeime sind besonders reich an Folsäure.

Welche Nahrungsmittel sind reich an Folsäure?

Generell steht in vielen (besonders in grünen) Nahrungsmitteln ausreichend Folsäure zur Verfügung.

Doch es gibt ein Problem.

Folsäure ist überaus licht- und wärmeempfindlich. Daher geht ein großer Anteil durch die Hitze beim Kochen und Backen verloren.

Auch die Lagerung spielt eine Rolle. Lebensmittel sollte man daher kühl und dunkel lagern, damit die Folsäure nicht verloren geht.

Außerdem ist es hilfreich nur kurz zu kochen und möglichst viele Lebensmittel frisch zu verzehren.

Dann nimmt man deutlich mehr Folsäure auf.

Besonders reich an Folsäure sind folgende Lebensmittel:

(in Mikrogramm [µg] pro 100 Gramm):

Hefen

Bis zu 2700µg*

Getreidekeime und Kleien

Bis zu 600µg

Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, weiße Bohnen, Sojabohnen)

~200µg

Grünkohl

~190µg

Spinat oder Feldsalat

~150µg

Kidneybohnen, Roggenvollkorn

~130µg

Frische Erdnüsse

~170µg

Petersilie, Eigelb, Sonnenblumenkerne

~100µg

Brokkoli, Porree, Rosenkohl

~100µg

*Hefe hat zwar einen hohen Anteil an Folsäure, doch bei der Verarbeitung geht ein Großteil davon verloren.

Empfehlenswert ist allerdings der Verzehr von Bierhefe, die besonders viel Folsäure enthält.


Ernährungstipp: Bierhefeflocken

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Erdnüsse
Tipp: Mehr Nüsse essen! Denn Nüsse sind ein guter Lieferant von Folsäure.

Da sich der Folsäuregehalt beim Erwärmen verringert, empfehlen sich auch vielerlei Früchte und Nüsse, die man frisch verzehren kann.

Zum Beispiel Walnüsse und Haselnüsse haben einen relativ hohen Gehalt (~70µg je 100g).

Genauso können Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren oder Weintrauben (~40µg je 100g) genutzt werden, um leere Folsäurespeicher aufzufüllen.

Auch Weichkäse und Blauschimmelkäse dienen mit 50-80 µg pro 100 Gramm als gute Folsäurelieferanten.

Doch man erkennt schon, dass es nicht einfach ist, die empfohlenen 400 µg zu erreichen.

Feldsalat
Tipp: Mittags einen frischen Salat essen! Denn Salate und allgemein frische Lebensmittel helfen dabei einem Mangel vorzubeugen.

Gibt es Risiken durch zu viel Folsäure?

Über unerwünschte Nebenwirkungen einer Folsäureüberdosis gibt es kaum bis keine Berichte.

Manchmal wird von erhöhter Reizbarkeit, Schlaflosigkeit und Übelkeit gesprochen. Doch ob hier ein kausaler Zusammenhang besteht, ist noch nicht eindeutig geklärt.

Allerdings kann ein Zuviel an Folsäure einen Vitamin B12-Mangel verdecken. Das gilt es unbedingt zu verhindern.

Denn Vitamin B12-Mangel kann eine Schädigung des Nervensystems hervorrufen.

Daher sollte man, wenn man folsäurehaltige Nahrungsergänzungsmittel nutzt, auch eine Versorgung mit ausreichend Vitamin B12 sicher stellen.

Außerdem kann Folsäure die Wirkung von krampfhemmenden Medikamenten verringern, wie sie zum Beispiel bei Epilepsie verschrieben werden.

Daher sollte gegebenenfalls mit einer Ärztin oder einem Arzt besprochen werden, ob Folsäure als Nahrungsergänzungsmittel gefährlich sein könnte.

Obstsalat
Tipp: Gemüse schonend Garen oder roh essen! Dann braucht man wahrscheinlich keine künstlichen Nahrungsergänzungsmittel.

Fazit

Die Chancen stehen hoch, dass man selbst an Folsäuremangel leidet, ohne es zu wissen.

Da die Auswirkungen auf die Gehirngesundheit gravierend sein können, ist damit nicht zu spaßen.

Besonders Schwangere sollten bereits erste kleine Anzeichen ernst nehmen und einen Bluttest bei der Hausärztin oder dem Hausarzt veranlassen.

Auch ältere Menschen sollten sich regelmäßig testen lassen, denn bei ihnen scheint das Gehirn besonders anfällig zu sein (Demenz, Alzheimer, Vergesslichkeit etc.).

Da Folsäure wärmeempfindlich ist, hilft es ausreichend rohe Früchte und rohes Gemüse in den Speiseplan einzubinden und Lebensmittel nicht länger als nötig zu kochen.

Ein Folsäuremangel darf auf keinen Fall unterschätzt werden, denn die (Spät-)Folgen können gravierend sein.


Quellen:

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):

http://www.bfr.bund.de/cm/350/Folsaeurevorsorge_der_deutschen_Bevoelkerung.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/343/fragen-und-antworten-zu-folat-und-folsaeure.pdf


Stand 22. September 2018


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Alex

Alex schreibt, um Menschen und auch sich selbst zu helfen, mehr Achtsamkeit im Alltag zu kultivieren. Er lebte eineinhalb Jahre im Kloster "Plum Village" und wäre fast ein Mönch geworden. Dort kam er in Kontakt mit der Praxis der Achtsamkeit und lernte sie im Alltag zu leben. Achtsamkeit hilft ihm nicht nur, bewusster durch die Welt zu gehen, sondern ermöglicht ihm auch, alltäglichen Problemen gezielt zu begegnen: Ihre Ursachen zu erkennen, Lösungen zu finden und zugrunde liegende Gewohnheitsenergien aufzubrechen.

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