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Winterdepression

Winterdepression: Was hilft? – Ursachen & Gegenmittel | Tipps & Tricks

Winterdepression
Es gibt viele Dinge, die man tun kann, wenn die Energie weg ist. Hier findest Du 10 praktische Tipps.

Im Winter fallen viele Menschen in ein Winterloch – eine oft durch Lichtmangel bedingte Depression.

Hier erfährt man mehr mögliche Behandlungsmöglichkeiten von Winterdepressionen.

Außerdem: Tipps und Hausmittel, die bei einer Winterdepression helfen können.


Achtsamkeit und Gesundheit:

Wenn man sich krank fühlt und die Behandlung ändern möchte, bitte vorher eine Ärztin, Apothekerin oder Heilpraktikerin fragen.


Was ist eine Winterdepression/“Winterblues“?

Schätzungen gehen davon aus, dass rund 25 Prozent der Menschen im Winter in ein Energieloch fallen.

Dass es einen trifft, ist also nicht ungewöhnlich.

Ein bis fünf Prozent der Betroffenen fallen besonders tief; und erst dann spricht man von einer Winterdepression („saisonal abhängigen Depression“ – kurz: SAD).

Ein trauriges Gesicht
Wenn die Symptome lange anhalten, braucht man wahrscheinlich Hilfe.

Symptome und Auswirkungen

Was genau eine „Depression“ ist, konnte bisher wissenschaftlich nicht eindeutig geklärt werden; Psychologen streiten sich regelmäßig darüber.

Es gibt auch weitere Bezeichnungen für „depressive Störungen“, zum Beispiel: Schwermut, Melancholie, Freudlosigkeit, Traurigkeit, oder Trübsal.

Die Winterdepression unterscheidet sich in zwei wesentlichen Aspekten von einer „gewöhnlichen“ Depression:

  1. Statt Schlaflosigkeit steigt bei der Winterdepression das Schlafbedürfnis. Der Schlaf bringt jedoch kaum Erholung und Tagesmüdigkeit stellt sich ein.
  2. Statt Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust kommt es während der Winterdepression zu Heißhunger auf Kohlenhydrate wie Zucker. Das führt dann manchmal auch zu einer Gewichtszunahme.

Ansonsten gleichen sich die Symptome.

Typische Symptome der Winterdepression sind:

  • Niedergeschlagenheit
  • Freudlosigkeit – Schwermut
  • Energielosigkeit
  • Müdigkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Gereiztheit bis Aggression
  • Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit
  • Rückzugsneigung
  • Grübeln, Pessimismus, Ängste
  • Minderwertigkeitskomplexe und Schuldgefühle
  • Konzentrationsstörungen
  • Körperliche Verspannungen

Von einer Winterdepression (SAD) wird normalerweise erst gesprochen, wenn die Symptome mehrere Jahre hintereinander auftreten.

Die Lebensqualität und die Leistungsfähigkeit nehmen dann stark ab.

Sonne macht froh
Die Hauptursache für Winterdepressionen ist wahrscheinlich Lichtmangel.

Ursachen der Winterdepression

Es konnte bis heute noch nicht eindeutig geklärt werden, was die genauen Ursachen für Winterdepressionen sind.

Doch es setzt sich mehr und mehr die Annahme durch, dass in erster Linie Lichtmangel verantwortlich ist.

Lichtmangel als Ursache

Daher bezeichnet man den Winterblues manchmal auch als Lichtmangel-Depression.

Einerseits nimmt die Lichtintensität der Sonnenstrahlung im Winter ab und zusätzlich verringert sich auch die Sonnenscheindauer.

An Sommertagen erreicht die Lichtintensität im Freien bis zu 100.000 Lux (Einheit für die Beleuchtungsstärke) im Winter sinkt sie auf unter 3.500 Lux ab.

Sind die Tage im Sommer noch bis zu 18 Stunden lang, scheint die Sonne um Weihnachten mancherorts nur noch für ungefähr sechs Stunden.

Dies führt auch dazu, dass man sich weniger seltener und kürzer im Freien aufhält.

Daher ist man viel weniger direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Dieser Lichtmangel wirkt sich dann auf die Stoffwechselprozesse im Körper aus. Denn der Stoffwechsel wird stark durch das Tageslicht beeinflusst.

Einige dieser Prozesse sind schon bekannt doch andere liegen noch im Dunkeln.

Der Einfluss von Licht

Serotonin und Melatonin

Bekannt ist, dass Licht die Produktion von Serotonin (Glückshormon) und Melatonin (Schlafhormon) steuert.

Fällt helles blaues Licht in die Augen produziert die Zirbeldrüse Serotonin – ein Glückshormon, das wach macht.

Erreicht kaum Licht die Netzhaut, wandelt die Zirbeldrüse Serotonin in Melatonin um.

Melatonin macht müde und beruhigt. Es versetzt den Körper in den Schlafmodus.

Das sind Gründe dafür, dass man sich im Sommer eher wach und fit fühlt, während man im Winter eher müde und schlapp ist.

Doch das ist noch nicht alles. Sonnenlicht hat weitere Auswirkungen auf die Abläufe im Körper.

Vitamin D Mangel
Vitamin D lässt sich wahrscheinlich nicht durch Pillen ersetzen. Doch Vitamin D ist überaus wichtig für die körperliche und geistige Gesundheit.

Vitamin D

Fällt UV-Licht auf die Haut entsteht Vitamin D, das für viele Vorgänge im Körper wichtig ist.

Neue Untersuchungen deuten darauf hin, dass man einen Vitamin-D-Mangel nicht mit Tabletten ausgleichen kann.

Wahrscheinlich helfen Vitamin-D Präparate nur unzureichend und können direkte Sonne nicht ersetzen.

Nur durch Sonnenlicht erzeugtes Vitamin-D soll vom Körper optimal genutzt werden können, um Knochen und Immunsystem zu stärken.

Stickstoffmonoxid

Die Forschung konnte außerdem zeigen, dass UV-Strahlen in der Haut Stickstoffmonoxid (NO) mobilisieren, das ebenfalls für zahlreiche Abläufe im Körper wichtig ist.

Stickstoffmonoxid hilft zum Beispiel bei der Wundheilung und bei der Bekämpfung von Bakterien und Pilzen.

Zudem erweitert es die Gefäße und hilft den Blutdruck zu senken.

Außerdem steht NO unter Verdacht eine Waffe des Körpers gegen Krebs zu sein.

Was tun bei Winterdepression: 10 Tipps

Licht und noch mehr Licht

Ein Spaziergang im Freien hilft selbst dann, wenn der Himmel bedeckt ist.

Doch viele Menschen gehen im Winter zu wenig vor die Tür.

Herbststimmung
Am besten zur Mittagszeit nach draußen gehen – da spendet die Sonne auch im Winter am meisten Energie.

Teufelskreis durchbrechen 1:

Durch das Wetter fühlt man sich müde und schlapp.

Daher geht man nicht nach draußen und dann fühlt man sich noch müder und schlapper.

Hier gilt es, sich täglich zu überwinden.

Vielleicht hilft es, zu einem schönen Ort zu fahren, an dem Spazierengehen besonders angenehm ist.

Warum nicht trotz grauer Wolken in den Wald oder ans Wasser gehen?

Es hilft auch sich näher ans Fenster zu setzen und regelmäßig nach draußen in den Himmel zu blicken.

Denn auch dadurch wird Serotonin produziert und die Melatoninproduktion gehemmt.

Bewegung

Auch Bewegung fördert die Ausschüttung von Serotonin und ist daher immer eine mögliche Aufheiterung.

Zudem regt Bewegung den Kreislauf an und vertreibt auf diese Weise Müdigkeit und Abgeschlagenheit.

Yoga Ansana
Besonders körperliche Anstrengung führt zur Ausschüttung von Glückshormonen. Die Halteübung auf dem Bild aktiviert den gesamten Körper.

Teufelskreis durchbrechen 2:

Man fühlt sich schlapp und antriebslos. Dadurch bewegt man sich weniger. Dann fühlt man sich noch schlapper und müder.

Auch hier gilt wieder: Den Teufelskreis bewusst durchbrechen mittels täglicher Rituale.

Besonders wirksam ist die Bewegung an der frischen Luft.

Einfache Übungen, die schnell fit machen, sind zum Beispiel Hampelmann, Liegestütze, Kniebeugen oder Seilspringen.

Auch Powerposing hilft, schnell neue Energie zu mobilisieren.

Dafür einfach an einen ungestörten Ort gehen und für ein oder zwei Minuten die Arme zum Himmel strecken und sich so groß machen, wie es geht.

Lichttherapie

Starkes künstliches Licht ist die Standardbehandlung einer Winterdepression.

Sie wird sogar bereits von einigen Krankenkassen gefördert.

Diese Behandlung nutzt ganz spezielle Tageslichtlampen und Lichttherapiebrillen.

Die Lampen stellt man sich morgens auf den Frühstückstisch.

Auch ein Lichtwecker kann den morgendlichen Sonnenaufgang simulieren und dadurch helfen, morgens schneller in Schwung zu kommen.

Mehr Informationen zu diesem Thema hier: Lichttherapie

Obstsalat
Bunte Rohkost hilft nicht nur bei Winterdepression, sondern auch bei Folsäuremangel.

Ernährung

Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf das allgemeine Wohlbefinden.

Daher macht es Sinn, die tägliche Nahrung als Medizin zu nutzen.

Besonders im Winter ist es wichtig, reichlich Vitamine und Mineralstoffe zu sich zu nehmen.

Denn in der kalten Jahreszeit, machen sich Mangelerscheinungen schneller bemerkbar.

Häufiger Auslöser für Müdigkeit und Energielosigkeit ist ein starker Magnesiummangel.

Auch denkbar sind:

Folsäuremangel

Eisenmangel

Kaliummangel

Die richtige Ernährung kann wach und munter machen:

Scharfe, saure und bittere Lebensmittel wirken anregend auf Körper und Geist.

Viel Zucker und übermäßiges Essen sollte man hingegen möglichst vermeiden.

Mehr Informationen zum Thema: Natürliche Wachmacher

Orangen und Grapefruits
Altbewährtes Rezept : „Sauer macht lustig!“

Farbtherapie

Farben haben einen oft unterschätzten Einfluss auf das Bewusstsein.

Dies kann man nutzen, um sich wacher und fitter zu fühlen.

Die Farben Rot, Gelb und Orange sind natürliche Wachmacher.

Daher hilft es, sich im Winter mit diesen Farben zu umgeben.

Bunte Farben geben zusätzliche Energie, wenn die Tage dunkel und grau sind.

Leuchtende Tischdecken oder Vorhänge können im Winter erfrischende Effekte ausüben.

Ein frischer Blumenstrauß auf dem Tisch kann eine graue kühle Stimmung auffrischen.

Auch die Farben der Kleidung und der Lebensmittel, die man konsumiert, spielen eine Rolle.

Wie zum Thema: Welche Wirkung haben Farben?

Duftlampe ätherische Öle
Duftlampen sind ein gutes Mittel, um ätherische Öle zu nutzen.

Aromatherapie

Düfte und Aromen sind seit jeher ein Mittel, um das Unterbewusstsein zu beeinflussen.

Sie können den Geist wecken und vitalisieren.

Andererseits können sie auch entspannen und den Schlaf fördern.

Daher ist es wichtig, ein bisschen darüber zu wissen wie Düfte wirken.

Zum Wachmachen eignen sich zum Beispiel die Gerüche von Zitrusgewächsen, Minzen oder auch Patchouli.

Mehr Infos hier: Anregende Düfte & Aromen für mehr Harmonie

Mehr über Anwendungsmöglichkeiten von Düften im Alltag: Aromatherapie Anwendung

Musiktherapie

Auch Musik hat eine heilende Wirkung. Sie kann die Seele aufmuntern und neu beleben.

Rhythmische Musik, bei der man mitsingen und mittanzen kann, stimuliert und belebt Körper und Geist.

Gut ist Musik die Sonne ausstrahlt und deren Rhythmen Lebensfreude vermitteln.

Melancholische Musik sollte man im Winter hingegen besser vermeiden.

Massage Utensilien Vorbereitung
Selbstmassagen können vitalisierend und angenehm sein.

Massagen und Akupressur

Massagen können Verspannungen lösen und damit Körper und Geist wieder in Schwung bringen.

Es gibt spezielle Akupressurpunkte und Massagetechniken, die dabei helfen Müdigkeit zu überwinden und neue Kraft zu schöpfen.

Auch eine Kuscheleinheit kann müde Geister wieder wecken und Glückshormone freisetzen.

Mehr zum Thema hier: Akupressur und Massage gegen Müdigkeit

Eine spezielle Technik ist die Trockenbürstenmassage.

Sich selbst Verwöhnen

Bei anhaltender Niedergeschlagenheit und Freudlosigkeit ist es besonders wichtig, sich selbst etwas zu gönnen.

Sich gut um sich selbst zu kümmern, sollte die erste Priorität sein, wenn man merkt, dass eine Winterdepression im Anmarsch ist.

Ein gutes Essen im Lieblingsrestaurant oder ein Saunabesuch können Anspannungen lösen und müde Lebensgeister wieder aufmuntern.

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Oft beginnt ein Lächeln in den Augen – in der Sicht auf die Welt.

Positive Gedanken

Das Denken ist ein Schlüssel, um Depressionen zu überwinden – neben den äußeren Bedingungen wie Licht, Ernährung,Bewegung oder Musik..

Daher kann es helfen, sich selbst positiv zu bestärken und gut zuzureden (positive Affirmationen).

Hierfür gibt es zum Beispiel auch Apps, die einem in regelmäßigen Abständen positive Botschaften senden.

Diese wirken sich auf das Unterbewusstsein aus und können überaus wirksam sein.

Affirmationen gibt es auch als Buch oder in Form von Karten.Zudem kann es auch helfen, sich selbst bewusst zuzulächeln.

Das klingt vielleicht etwas seltsam. Doch es ist wissenschaftlich erwiesen, das Lächeln dabei hilft, zu entspannen – auch wenn einem eigentlich nicht nach Lächeln zumute ist.

Außerdem kann Meditation ein wichtiger Baustein sein, um die tieferliegenden psychischen Ursachen zu transformieren.

Schließlich kann es auch helfen, Witze zu lesen oder lustige Videos und Comedy anzuschauen.

Denn Lachen bringt nicht nur gute Laune, sondern macht auch wach und erfrischt – wenn es nicht übertrieben wird.

Ist man im Winterblues gefangen und die Welt fühlt sich kalt und schwarz an, dann kann zum Beispiel der Trailer einer Komödie schnell andere Gedanken erzeugen und das Leben ein bisschen heller machen.

Einfach ausprobieren. Es hilft!


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Stand: 04. November 2018


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Alex

Alex schreibt, um Menschen und auch sich selbst zu helfen, mehr Achtsamkeit im Alltag zu kultivieren. Er lebte eineinhalb Jahre im Kloster "Plum Village" und wäre fast ein Mönch geworden. Dort kam er in Kontakt mit der Praxis der Achtsamkeit und lernte sie im Alltag zu leben. Achtsamkeit hilft ihm nicht nur, bewusster durch die Welt zu gehen, sondern ermöglicht ihm auch, alltäglichen Problemen gezielt zu begegnen: Ihre Ursachen zu erkennen, Lösungen zu finden und zugrunde liegende Gewohnheitsenergien aufzubrechen.

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